Lehrende im Opera Institute
Stephanie Houtzeel
Gesangspädagogin
Die amerikanische Mezzosopranistin Stephanie Houtzeel wurde in Kassel, Deutschland, geboren und wuchs in der Nähe von Boston auf. Sie studierte Politikwissenschaft und Französisch am Middlebury College, bevor sie ihren Master an der Juilliard School erwarb. Sie gewann Spitzenpreise beim Internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Belgien und beim Juilliard Vocal Arts Debut Competition. Seit 2010 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie eine Vielzahl von Hauptpartien gesungen hat, darunter Octavian, den Komponisten, Dorabella, Orlofsky, Nicklausse, Kreusa (in Reimanns Medea) und Jenny Hill in Mahagonny. 2015 kreierte sie die Partie der Miranda in der Wiener Uraufführung von Thomas Ades’ The Tempest und 2016 die Partie der La Haine in der ersten Wiener Produktion von Glucks Armide unter der Leitung von Marc Minkowski.
Stephanie Houtzeels Interpretationen im Strauss-Repertoire wurden weltweit gefeiert. Zuletzt sang sie den Octavian an der Seite von Anja Harteros in Wien, an der Opéra Bastille unter Philippe Jordan und im Kennedy Center mit Renée Fleming und Christoph Eschenbach. Für ihren „Komponisten“ wurde sie von der Zeitschrift OPERNWELT als eine der besten Nachwuchssängerinnen nominiert; seither sang sie diese Partie unter Sir Jeffrey Tate und Franz Welser-Möst (Wien), in Zürich unter Fabio Luisi und zuletzt in Tokio unter Marek Janowski.
Ein persönlicher Höhepunkt der vergangenen zwei Spielzeiten war die Titelpartie in Stefan Herheims gefeierter Inszenierung von Xerxes, sowohl an der Komischen Oper Berlin als auch an der Oper Graz, die Stephanie Houtzeel eine Nominierung für den Österreichischen Musiktheaterpreis einbrachte. Weitere Engagements in Partien von Ottavia bis Marguerite, von Arsace bis Charlotte oder von Idamante bis Meg Page führten sie an internationale Bühnen wie die Salzburger Festspiele, die Semperoper Dresden, die New York City Opera, die Opéra de Lyon, die Royal Danish Opera, das Theater an der Wien, die Opéra National du Rhin, die New Israeli Opera, das Teatro Nacional de Sao Carlos Lisbon und die Vlaamse Opera.
Stephanie Houtzeel debütierte 2016 bei den Bayreuther Festspielen als Wellgunde, Waltraute (Walküre) und Zweite Norn in Wagners Ring. 2017 wird sie diese Partien beim Festival erneut singen und außerdem die Venus in einer neuen Bayreuther Produktion von Tannhäuser für Kinder. Neben dem Komponisten und La Haine gehören zu ihren aktuellen und kommenden Partien Kreusa (Medea), Adelaide, Varvara in Katja Kabanova und Vera in der Uraufführung von Patchwork, einer Kinderoper im Auftrag der Wiener Staatsoper, die auf DVD erscheinen soll. Außerdem kehrt sie an die Komische Oper Berlin zurück.
Stephanie Houtzeel trat weltweit in Konzerten mit den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestre de la Monnaie, dem Bruckner Orchester, dem Orchester des Norddeutschen Rundfunks, dem Collegium Vocale Gent, Musicians from Marlboro und Great Performers of Lincoln Center auf. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Adam Fischer, Dennis Russell Davies, Philippe Jordan, Pinchas Steinberg, Phillippe Herreweghe, Teodor Currentzis, Jérémie Rohrer und Michael Hofstetter.
Stephanie Houtzeel nimmt regelmäßig auf. Ihr Album Nostalgia von 2016 (beim Label Capriccio) mit Liedern von Mahler, Ives und Ginastera mit dem Pianisten Charles Spencer wurde vom Gramophone Magazine als „klug gestaltet“ und „absolut betörend“ hervorgehoben. Sie hat die Titelpartie in Lullys Armide für Naxos und die Titelpartie in von Suppés Fatinitza (CPO) aufgenommen. Außerdem ist sie als Altsolistin in Mozarts Requiem unter Teodor Currentzis zu hören (Alpha Records).



